Der Mobilfunkstandard Enhanced Data Rates for GSM Evolution, kurz EDGE ist eine Erweiterung für das GSM-Netz. Über das Modulationsverfahren EDGE können die Datenübertragungsraten im GSM-Netz beschleunigt werden. EDGE wird zum Beispiel dazu verwendet, GPRS zu beschleunigen, das dann als E-GPRS bezeichnet wird. In Verbindung mit einer EDGE-Aufrüstung kann GPRS Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen 150 und 200 KBit/s erreichen. Damit ist eine EDGE-Verbindung dreimal schneller als eine ISDN-Leitung, aber nur halb so schnell wie eine UMTS-Verbindung. Mittels EDGE kann die GPRS-Geschwindigkeit in etwa vervierfacht werden. Ohne den Datenturbo schafft GPRS maximal 53,6 KBit/s im Download und 26,8 KBit/s im Upload. Mit EDGE steigt das Surf-Tempo im GSM-Netz auf bis zu 217,6 KBit/s im Downlink und maximal 108,8 KBit/s im Uplink. Im Gegensatz zu dem Breitband-Standard UMTS hat EDGE den Vorteil, dass es flächendeckend in Deutschland verfügbar ist. EDGE ist zwar langsamer als UMTS, bietet aber praktisch die gleichen Leistungen. Beispielsweise kann mit der EDGE-Erweiterung das beliebte Video on demand genutzt werden. Somit könnte der Datenturbo durchaus als UMTS-Ersatz gesehen werden. Zumal EDGE im Gegensatz zu der 3G-Technologie UMTS auch in nahezu allen ländlichen Gegenden verfügbar ist. Dank der flächendeckenden Verfügbarkeit und einer hohen Geschwindigkeit bei der Datenübertragung sind Abbrüche bei Down- und Uploads beziehungsweise bei der Datenübertragung mit EDGE für gewöhnlich nicht zu befürchten.